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Ich bin Lehrer für Deutsch, Englisch und Informatik an einem bayerischen Gymnasium und blogge hier. Text Adventures habe ich vor fünfundzwanzig Jahren viel gespielt, den Kontakt zu Interactive Fiction aber nie völlig verloren, auch wenn ich nicht mehr viel zum Spielen komme. Ich fange gerade erst an, auszuprobieren, wie sehr sich meine Fächer mit Inform 7 kombinieren lassen, und bastle deshalb an diesen Seiten.

Thomas Rau
Nußbaumstraße 16
80336 München


Ich habe so Englisch gelernt: Einmal über das Lesen von englischen Büchern und Comics, und außerdem über Spiele. Ganz am Anfang standen zum Beispiel die Text Adventures. Das waren Computerspiele ganz ohne Bilder; man wurde in eine mehr oder weniger gefährlich-phantastische Situation versetzt bekam in englischen Sätzen beschrieben, was um einen herum geschah, und musste in englischen Sätzen oder Satzfragmenten selber dem Computer mitteilen, was man tat. Häufige Anweisungen waren zum Beispiel: "Go east", "Look around", "Take the sword" und "Attack the monster with the sword". Da konnte man zumindest seinen Wortschatz erweitern. Ich weiß heute noch, wie lange ich gegrübelt hatte, wie ich die Flüssigkeit aus der Flasche auf das Boot kriegen sollte, bis ich endlich auf das Verb "to pour" kam.

So etwa sieht ein solches Spiel aus:

Kein Bild, nur Text, hellgrau auf schwarz. Wer lesen kann, den stört das nicht, der kann sich auch ohne bewegte Bilder Welten erschaffen. Tatsächlich waren mir die reinen Textadventures tatsächlich immer am liebsten. Aber schon bald darauf erschienen die ersten Bild-Adventures: Bei diesem wurde der Text durch Grafiken ergänzt. So etwa "Blade of Blackpool":


Als Lehrer habe ich Text Adventures gelegentlich im Englischunterricht eingesetzt. Die Schüler kriegten ein Arbeitsblatt mit ein paar Vokabeln und einer angefangenen Karte:

- und dann spielten die Schüler.


Danach hatte ich mal eine 6. Klasse in Informatik und in Englisch. Da bot es sich an, die Schüler ein Haus mit Gegenständen befüllen zu lassen. (Blogeintrag dazu.) So sah ein Gegenstand aus:

schoolbag1: openable
 sdesc = "green schoolbag"
 ldesc = "It's a green schoolbag with a black car on it. It is
          wonderful."
 noun = 'schoolbag'
 adjective = 'green'
 location = bathroom
;

Und als mir die wunderbare Sprache Inform 7 unterkam, war der nächste Schritt klar: kann man Inform 7 für den Informatikunterricht nutzen? Dabei hilft es natürlich, dass ich gleichzeitig auch noch Deutsch- und Englischlehrer bin. Und hier trage ich meine Gedanken dazu zusammen.

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